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Irmgardisoktav in Süchteln vom 4. bis 11. September 2016



Der Heiligenberg

Der Legende nach lebte die heilige Irmgard viele Jahre auf dem Heiligenberg. Wie eine Einsiedlerin soll die Heilige ihr Leben in Armut und Zurückgezogenheit verbracht haben. Später, so besagt die Legende, geschahen viele Wunder an dem Ort, den Irmgardis bewohnte.

Schon im 15. Jahrhundert erwähnen Visitationsberichte einen Heiligenkult bei Süchteln. Viele Pilger beteten damals zu der Heiligen, kamen aus dem Umland zu der Stelle, an der Irmgardis während ihrer Zeit auf den Süchtelner Höhen gelebt haben soll. Auch eine Kapelle wurde schon recht früh gebaut: Im Xantener Visitationsbericht von 1498 wird eine Kapelle auf dem "Irmgardisberge" erwähnt, die später, im Jahr 1589 als "verwüstet und verdorben" bezeichnet wird. Man nimmt an, dass die Fachwerk-Kapelle um 1606 renoviert wurde, bevor man den Bau im Jahr 1664 durch einen massiveren aus Ziegelsteinen ersetzte. Der bis heute erhaltene Barockaltar stammt aus dem Jahr 1681 und wurde gestiftet von Abt Aegidius Romanus aus Köln. Eine Restaurierung der Kapelle fand 1864 statt, die Jahreszahlen sind über den Pfeilern im Chorraum eingearbeitet. Anlässlich der 500-Jahr-Feier gab es 1998 eine weitere Restaurierung, bei der die Sanierung der Innen- und Außenwände im Vordergrund stand. Ebenfalls restauriert wurde der Barockaltar sowie die Holzfigur der Irmgardis.


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